Angelesen: Die Legende von Shannara 1 (Terry Brooks)

Wie man meinem Post von diesem Montag entnehmen konnte, war ich Shannara gegenüber etwas kritisch eingestellt. Vermutlich hat das damit zu tun, dass mich Autoren wie Terry Goodkind und Markus Heitz trotz ihrer Berühmtheit ziemlich enttäuscht haben. Nach diesen gut einhundert Seiten habe ich aber festgestellt, dass ich mich zum Glück wohl geirrt habe.

Inhalt:

Pan und Prue sind sehr junge Fährtenleser mit besonderen Begabungen. Als sie aber dämonischen Wesen auf die Spur kommen und dem Rat davon erzählen, glaubt ihnen keiner. Denn sie sind jung und der Bericht ist zu erschütternd. Schließlich ist ihr Tal seit fünfhundert Jahren von der Außenwelt getrennt und eine Nebelbarriere schützt sie vor allem, was von draußen kommt. Doch auch der Träger des Schwarzen Stabs und Hüter der Grenzen, Sider Ament, hat bereits festgestellt, dass die Grenzen zu verblassen beginnen.

Doch weil Glaube und Tradition eine solche Wahrheit ausschließen, müssen Pru und Pan fliehen.

Die Charaktere

Panterra Qu und Prue Liss sind – zugegeben – noch relativ flach. Man erfährt ein bisschen über sie, aber sie sind nicht besonders außergewöhnlich. Eher wirken sie auf mich wie die typischen Fantasy-Helden: jung, unerfahren, aber irgendwie besonders begabt.

Aber sie sind, bisher, angenehme Charaktere, mit denen man sich durchaus anfreunden kann. Das liegt wohl zum Großteil daran, dass sie sehr erwachsen und unaufgeregt wirken. Die Perspektive stammt von Panterra, Pru bleibt insgesamt recht im Hintergrund. Aber Panterra ist keine Heulsuse und nicht wahnsinnig naiv. Ihr denkt, das sei selbstverständlich?

Ein großer Grund, warum ich Terry Goodkinds „Das Schwert der Wahrheit“ unerträglich fand, war das überemotionale Verhalten der männlichen Hauptfigur Richard.

Die Story:

Die Geschichte ist noch am Anlaufen. Ob und wie spannend sie wird, kann ich im Moment noch kaum abschätzen. Ich weiß nicht, in welche Richtung sie sich entwickeln wird.

Am Anfang des Buches passiert noch nicht besonders viel. Die Story scheint sich sehr langsam aufzubauen, denn der oben beschriebene Inhalt füllt die ersten einhundert Seiten. Was danach kommt, ist unbekanntes Land und ich bin gespannt. Die Geschichte plätschert also vor sich hin, nicht besonders schnell, aber auch nicht so langsam, dass sie unspannend wäre.

Shannara – Das Gesamtwerk

Die Legende von Shannara ist nur ein kleiner Teil einer bisher über zwanzigbändigen Reihe. Die Bücher bauen lose aufeinander auf, sind inhaltlich aber hauptsächlich durch das Zeitgeschehen verbunden. Die Legende von Shannara spielen zeitlich nach den „Die Großen Kriege“-Bänden (Genesis of Shanara Trilogy), stehen chronologisch also an dritter Stelle seiner Werke. Vorgänger von der Genesis-Trilogie sind die World&Void-Romane.

Allein, dass seine Werke einen so großen zeitlichen Raum einnehmen und man als Leser von Beginn einer Welt bis zu späteren Zeitaltern dabei sein kann, fasziniert mich ungemein. Ich schätze, wenn ich mir so seine Liste von Büchern anschaue, dass es bei einem Band nicht bleiben wird.

Fazit: Auch wenn ich bisher kaum etwas zu der Geschichte und den Charakteren sagen kann, weil sich alles recht langsam entwickelt, bin ich positiv überrascht. Terry Brooks betreibt solides Handwerk, wenn es auch nicht übermäßig kunstvoll ist.

Hat denn jemand von euch schon mal einen Shannara-Band gelesen?

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