Archiv | April 2012

Neu und bald angelesen!

Nachdem ich am Sonntag Villjamur zu Ende gelesen habe, steht endlich etwas Neues an. Es ist wirklich immer aufregend! Immerhin habe ich noch keine Ahnung, was sich zwischen den zwei Buchdeckeln verbirgt.
Diesmal ist es ein Urgestein der Fantasy: Terry Brooks. Nicht alle Urgesteine sind gut, daher bin ich wirklich gespannt.
Leider wieder nicht dabei: eine Karte. Leute, wie ich das hasse! Karten tragen im Wesentlichen zum Verständnis einer Welt bei! Auch sonst keine Extras. 😦
Klappentext klingt auch nicht so spannend. Aber das ist längst kein Kriterium mehr:

„Dämonenhorden sind über die Welt hergefallen-“ [Aha, Bedrängnissituation]“- und die letzten Überlebenden der Menschen und Elfen-“ [Hey, euch kenne ich doch] „- haben sich in ein abgelegenes Dorf geflüchtet. Da entdecken die jungen Fährtenleser Panterra und Prue-“ [die Namen…O_O] „-eindeutige Hinweise darauf, dass die Dämonen ihre Zuflucht entdeckt haben.“ [Ach wat.] „[bliblablub] Also brechen Panterra und Prue ohne den Segen des Rates auf, um das letzte Mittel-“ [letzte Mittel kommen gar nicht mal so häufig vor] „- zu finden, das die Talbewohner jetzt noch retten kann – den Schwarzen Stab.“

(Ich weiß, ein bisschen sehr flapsig.)

Klingt nach 08/15-Fantasy, wenn wir ehrlich sind. Jetzt kommt es nur darauf an: Hat sich der Klappentextschreiber geirrt? Nicht selten texten sie ja irgendwas, nur nichts zu dem, was im Buch vorkommt. Wenn nicht, kann der Autor den Plot durch Erzählweise und Charaktere heraushauen?

Ich bin kritisch.

Ausgelesen: Nacht über Villjamur – Legende der Roten Sonne (Mark Ch. Newton)

Nun habe ich es ausgelesen. Und weiß nicht so recht, wo und wie ich es einordne.

Zum einen sind da das interessante Setting und die unterschiedlichen Charaktere. Zugegeben, vor allem das Leben unter einer roten Sonne reizt mich besonders an diesem Buch. Aber… Weiterlesen

Ausgelesen: Heldenwinter (Jonas Wolf)

Nach größerer Verzögerung habe ich nun endlich auch die letzte Seite von Heldenwinter umgeblättert und das Buch beiseite gelegt. Jetzt heißt es warten, denn der nächste Band kommt erst im Sommer.

Wie fand ich es?

Sehr gut geschrieben, spannend, hat sich zum Schluss hin recht schnell entwickelt. Die Geschichte hätte ruhig noch tiefer gehen können, allerdings bot sie den unvergleichlichen Vorteil der zeitlichen Verflechtung. Weiterlesen

Angelesen: Nacht über Villjamur – Legende der Roten Sonne

Langsam bereitet sich die Stadt Villjamur auf die nahende Eiszeit vor. Vor den Toren der Stadt lagern Flüchtlinge, innerhalb der Stadt lauert an jeder Ecke Gefahr. Geheimnisvolle Morde geschehen, die dem Ermittler Rumex Jeryd eine schwere Denkaufgabe geben.

Brynd Lathraea, Kommandeur der Nachtgarde, kämpft gegen ein ganz ähnliches Problem. Auf eigentlich gefahrlosen Einsätzen wird seine Elitegruppe nach und nach aufgerieben und niemand weiß, wer oder was dahinter steckt.

Neben Brynd und Rumex gibt es noch einige andere Charaktere, die sich zu Wort melden. Hauptsächlich hören wir von Randur Estevu, einem Möchtegern-Casanova von einer abgelegenen Insel, der sich etwas Schwieriges vorgenommen hat, und von Tuya, einer Prostituierten mit einem entstellten Gesicht und einer seltenen Gabe.

Weil die Charaktere nicht kapitelweise wechseln, sondern nach Abschnitten, lässt es sich schön und schnell lesen. Und weil das Setting so aufregend ist, lassen sich sogar kleinere Unstimmigkeiten leichter übergehen.

Nicht ganz sauber gearbeitet

Der Schreibstil ist nämlich eine merkwürdige Sache. Man kann nicht behaupten, dass Newton schlecht schreibe oder nicht wisse, wie man mit Wörtern umgeht. Aber dennoch fallen mir manchmal seltsame Satzkonstruktionen auf oder ein Wort in einer „fremden Umgebung“, wo ich stutzig werde.

Größere Schnitzer sind dagegen die Logikfehler, die sich hier und da einschleichen. Wenn zum Beispiel dem Schlosspersonal unter Todesstrafe verboten wird, den Tod des Königs bekannt zu machen – und ein paar Kapitel weiter ein neuer Schlossangestellter von eben diesem Personal nebenher gesagt bekommt, der König sei tot. Oder wenn die Stadtwächter die Stadtverwalterin zu einer wichtigen Sitzung abholen und ihr im Beisein eines neuen Fechtlehrers schon erklären, um was es da geht. Diese nicht so ganz durchdachten Stellen tauchen hier und da auf, nehmen aber nicht überhand.

Aber dennoch lesenswert!

Stärken bisher sind definitiv das Setting und die Charaktere. Auch wenn die verschiedenen Charaktere mir nicht unbedingt sympathisch sind, so mag ich doch gerne lesen, wie es bei ihnen weitergeht und wie sie sich entwickeln und mir weiter offenbaren.

Das Setting, eine Welt, die kurz vor einer Eiszeit steht, ist spannend gewählt. Mittelalterlich ist es zwar dennoch, aber so bekommt es eine erfrischende Brise Andersartigkeit. Das schlägt sich in den zwei Monden nieder, die diese Welt hat, und den fremdartigen Wesen, die zwar humanoid sind, aber eben keine Elfen, Zwerge oder Orks.

Bisher entwickeln sich die einzelnen Stränge lose ineinander verwoben. Anstatt einen großen Plot schon jetzt herauszustellen, baut sich die Geschichte nach und nach auf. Ich vermute, dass die Stränge sogar recht lose bleiben, oder zumindest die einzelnen Bände ineinander abgeschlossen sind. (Zumindest vom zweiten behauptet es Newton auf seiner Seite selbst.)

Was erhoffe ich mir?

Ich möchte noch mehr über diese außergewöhnliche Welt erfahren! Ich wäre tatsächlich sehr enttäuscht, wenn Newton nicht noch mehr Informationen über diese Welt und seine rote Sonne einfließen lässt. Immerhin ist es ja vor allem dieses Setting, das mich zum Kauf des Buches bewogen hat.

TV-Serie: Game of Thrones 2 (Zweite Folge)

Das Spiel um den Thron geht weiter, diesmal endlich mit ein bisschen mehr Fokus auf die wirklich wichtigen Charaktere. Langsam zeichnet sich der für das zweite Buch wichtige Konflikt zwischen Stannis, Renly und den Lannistern ab, auch wenn Renly bisher immer noch keine Szene hatte. (Aber das war im Buch auch nicht anders.)

Was mich aber an dieser Staffel richtig zu nerven beginnt, sind die unnötigen Sexszenen. Ich verstehe nicht, wieso man nicht die subtilere Art des Buches übernehmen kann, zumal es dann trotzdem genügend solcher Szenen gäbe. Die seltsame Beziehung zwischen Stannis und Melisandre zum Beispiel ist auf diese Weise richtiggehend schlecht geraten. Zwar ist es keine generelle Fehldeutung, aber es kommt eben oft auch darauf an, wie und an welcher Stelle etwas erzählt wird. Was es nämlich mit dem Beischlaf auf sich hat, wird erst viel später von einer ganz anderen Seite her aufgerollt. So bekommt man diese Tatsache schon jetzt präsentiert, kann sie aber gar nicht einordnen. Insofern: Schlecht gewählt!

Aber offenbar reichte den Machern das auch im Buch recht detailliert dargestellte Sexleben von Theon Greyjoy nicht. Und Khal Drogo weilt ja leider nicht mehr unter den Lebenden.

Auch scheint es mir so, als würde sich die zweite Staffel lockerer an das Buch halten, um (unnötige) Dramen einzubauen.  Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, dass Jon Snow Craster beim Wegtragen des männlichen Babys gesehen hätte oder dass dergleichen überhaupt passiert. Und hat Arya Gendry nicht erst sehr, sehr viel später und längst nicht so freimütig erzählt, wer sie wirklich ist?

Schon in der zweiten Folge kam eine Szene, die im Buch erst in der zweiten Hälfte kommt, und auf die ich mich eigentlich sehr gefreut habe: Die Begegnung von Theon und Asha. Leider fand ich Asha nicht so besonders beeindruckend, ich hatte sie mir einfach ganz anders vorgestellt.

Der Moment der Auflösung des Missverständnisses war im Buch eindeutig toller – hier wirkte es ziemlich aufgesetzt. (Balon legt seinen Arm um Asha? Eigentlich sind beides Charaktere, wo ich mir solche Vertraulichkeiten nicht vorstellen kann.)

Insgesamt bin ich nicht mehr so restlos begeistert wie von der ersten Staffel. Ob es daran liegt, dass ich den zweiten Band erst im Februar gelesen habe, oder daran, dass die Serie auf die Dramenschiene gerät, kann ich jetzt noch nicht beurteilen. Ich freue mich trotzdem auf den nächsten Sonntag und hoffe auf mehr Schattenwölfe. 🙂

Auswahl April

Dank Kathrins Hinweis auf http://www.phantastik-couch.de/ habe ich endlich eine kompetente Überblicksseite gefunden, die mir die jeweiligen Neuerscheinungen zusammenstellt. Statt keinem habe ich nun vier mögliche Titel und eines davon befindet sich gerade schon in der Einlesephase. 🙂

Da ich aufgrund meines begrenzten Budgets leider einschränken muss, habe ich mich erst einmal für Mark Charan Newtons Nacht über Villjamur (Die Legende der Roten Sonne) entschieden. Freunde von mir wissen vielleicht auch warum – eine „rote Sonne“ kann ich einfach nicht ignorieren. Der Aspekt der Andersartigkeit, welchen ich von Marion Zimmer Bradleys Darkover-Romanen kennen und lieben gelernt habe, kommt hier bereits im Titel vor. Auch G.R.R. Martins Lied von Eis und Feuer spielt mit dem faszinierenden Gedanken „Was wäre, wenn der Winter nicht nur 4 Monate dauert?“ – vermutlich gibt es bei Martins Reihe eine ganz andere Eklärung dafür, als ich sie mir vorstelle (die Bahn um die Sonne, die Neigung der Erde). Aber er jagt mir trotzdem einen kleinen Schauer über den Rücken. 🙂

Diesem zugegeben banalen Grund für die Auswahl meines Aprilbuches wurde das Lesen einer Bewertung hinzugefügt, die das Buch zwar nicht jedermann, aber Fans von Tad Williams empfehlen kann und den guten Stil des (Original-)Werkes lobt. Fan von Tad Williams bin ich, also her damit!

Neugierig wie ich bin, habe ich auch gleich geschaut, welche Schätze der Mai birgt – und war sowohl enttäuscht als auch erleichtert. Die Auswahl ist nichts für mich, also kann ich wohl einen meiner aktuellen Wunschkandidaten in diesen Monat ziehen.

Aus dem März noch interessiert mich ganz ungemein dieses Buch:

Jay Lake – Die Räder der Welt

Steampunk ist seit einiger Zeit in Mode, aber bisher kam ich nicht dazu, eines dieser Bücher zu lesen. Und das, obwohl ich dieses Genre recht gerne mag.

Im April erscheint noch:

Terry Brooks – Die Legende von Shannara 1

Als Name begleitet mich dieser Autor seit meiner Fantasy-Entdeckungsphase. Ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht sogar schon mal eines aus der Shannara-Reihe gelesen habe. Was ich auf den ersten Seiten gelesen habe, klang vom Stil her annehmbar, daher würde ich doch zu gern einfach auch mal diesen Autoren anschnuppern.

Aktuell wird auch die Werbetrommel für diesen Autoren gerührt:

Alexey Pehov – Die Chroniken von Hara 1

Ich hätte auch glatt Lust, in dieses Buch hineinzulesen, glaube aber, dass mir dafür dann doch wirklich das Geld fehlt. 😦

Im Moment liegt also Villjamur auf dem Tisch und ich freue mich darauf, mich in die Welt unter der roten Sonne einzulesen. Sobald ich einen ersten Eindruck habe, wird er hier präsentiert.

TV-Serie: Game of Thrones 2

Gestern habe ich endlich die erste Folge der zweiten Staffel von Game of Thrones gesehen.

Da mir die erste Staffel gefallen hat, war ich sehr gespannt, wie die Geschichte des zweiten Buches (A Clash of Kings) umgesetzt wird. Besonders freue ich mich auf die Geschichte von Daenerys und Jon Snow. 🙂

Der Auftakt war aber … etwas lau. Ich hatte das Gefühl, es kamen zu viele Charaktere zum Zug, die im Buch keine POV-Charaktere waren. Wie Cersei und Littlefinger, die sich nur unnötig an die Gurgel gehen. Außerdem bin ich immer noch der Meinung, dass Bordell-Szenen unnötig ausgeweitet werden. Sie kommen teilweise gar nicht im Buch vor (obwohl die Buchreihe auch nicht eben mit solcherlei Darstellungen geizt) und nehmen den wirklich wichtigen Szenen und Charakteren Serienzeit weg. 😦

Endlich dürfen wir auch Melisandre in Farbe bewundern! Äußerlich ähnelte sie  irgendwie Cersei (wie eine rote Schwester), oder kam das nur mir so vor? 🙂 Sie ist durchtrieben, undurchschaubar und gefährlich – und für mich mit Abstand die immer noch geheimnisvollste Figur aus der Buchreihe. Carice van Houten bringt das bisher gut rüber. Auch Davos und Stannis treten erstmals auf – beide werden in dieser Staffel eine sehr wichtige Rolle einnehmen.

Ich habe mich vor allem über die neuerdings animierten Wölfe gefreut. Zwar sahen die Huskys auch toll aus – aber sie kamen dafür viel zu selten in der ersten Staffel vor. 😦  Grey Wind nun direkt neben Robb zu sehen, war für mich also das Highlight der ersten Folge!

Geärgert habe ich mich an manchen Stellen doch auch etwas: Cersei lässt sich zu offensichtlich vom kleinen Rotzbengelprinzen Joffrey unterbuttern – und irgendwie scheinen alle schon zu wissen, wessen Kinder Joffrey, Myrcella und Tommen eigentlich sind. Ich habe nicht in Erinnerung, dass das zu diesem Zeitpunkt schon Allgemeingut war.

Aber insgesamt: Schön, dass es weiter geht und eine tolle Buchreihe nicht nur eine erste Staffel bekommt! 🙂 (Und auf das Opening freue ich mich jedes Mal.)