Winter has come …

Als wären die Worte aus dem Buch A Clash of Kings direkt in die Wirklichkeit gesprungen, hat uns der Winter dieses Jahr doch noch geholt. Na, wir können nur froh sein, dass der nicht so lang dauert wie im Lied von Eis und Feuer, aus dem diese Zeile stammt.

Passend zur Jahreszeit habe ich mir nämlich diese Reihe wieder zur Hand genommen und werde wohl in Kürze endlich mit Band 2 abschließen. Ich sollte wohl auch schnell lesen, immerhin wird ab April die zweite Staffel der Serie ausgestrahlt.

A Clash of King setzt die Linie von Band 1 fort: Die Geschichte ist schonungslos. Das betrifft nicht nur den Umgang des Autors mit seinen Charakteren, sondern auch generell die Ausdrucks- und Darstellungsweise. Da wird dem Leser keine heile Welt vorgegaukelt, wenn eigentlich Krieg herrscht. Wer das nicht verträgt, sollte besser die Hände davon lassen. Allerdings finde ich, dass man als Fantasy-Leser kaum um das Lied von Eis und Feuer herumkommt, selbst wenn der Hype den Betreffenden schon nervt – immerhin wurde die Reihe erst sehr lange Zeit nach ihrer Veröffentlichung verfilmt. Sie erntet jetzt den Ruhm, den sie sich hart erarbeitet hat. Während die einen es langweilig wie sonst nichts finden, sind die Bücher für andere die Welt.

Ich lese die Serie momentan zwar auf Englisch, aber ich habe auch beide deutsche Versionen gelesen. Die Fangemeinde geht ja die Wände hoch, weil die neuen Bände anders übersetzt wurden. Da wurde aus Jon Snow Jon Schnee, aus den Lannisters die Lennisters, aus King’s Landing Königsmund. Ich zähle wohl zu den absolut seltenen Geschöpfen unter der Sonne, die die letztere Version bevorzugt. Ich habe zuerst die alte Version gelesen und mir sind die „Fremdkörper“ in der sonst deutschen Umgebung ziemlich aufgestoßen. Jons Nachname, der immerhin angeben soll, dass er keinen eigenen Familiennamen besitzt, sondern als Bastard wie alle Bastarde des Nordens den Namen „Schnee“ verpasst bekommt, wurde in der alten Übersetzung zu einem Namen, der mehr Familienname war als er sein sollte. Ich mag es generell nicht, wenn sprechende Namen nicht übersetzt werden. Natürlich sieht es für den anders gewöhnten Leser sehr seltsam aus, wenn Jon nun nicht mehr Snow heißt – aber insgesamt ist es deutlich konsequenter. Wir befinden uns schließlich nicht in den amerikanischen Bergen, sondern in einer Welt, die so nicht existiert. Dabei finde ich die deutschen Übersetzungen nun auch komisch, weil ich mit der alten angefangen habe und nun zum Großteil die englische Originalversion lese. Aber-es-ist-besser! :>

Apropos Schnee: Gestern kam eine phantastische Neuheit in meinen Besitz. Heldenwinter von Jonas Wolf nenne ich nun mein eigen. Mal sehen, ob mich Halblinge wirklich überzeugen können. Ich bin da ja noch skeptisch.

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